KONZEPTION

Das Fundament ist der wichtigste Teil eines Hauses - nur mit einem soliden Fundament bleibt das Gebäude nachhaltig stabil. Was das Fundament beim Hausbau ist, ist das Konzept in Entwicklungsprojekten.


Oft verkannt ist das Konzept ausschlaggebend für den späteren Erfolg einer App oder Maschinensteuerung. Welche Informationen findet der Nutzer wo? Wie genau kann er damit interagieren? Um ein intuitiv benutzerbares Interface zu erreichen, stehen in der Konzeptionsphase verschiedene Methoden zur Verfügung.


PAPER PROTOTYPING

Paper Prototyping ist die schnellste und günstigste Methode User Interfaces zu entwickeln und zu testen. Zu Beginn der Konzeption werden Papierprototypen oder Scribbles eingesetzt, um das grundlegende Bedienkonzept und Anordnung von Elementen zu klären.

Evaluation on-the-fly

Papierprototypen sind ein geeignetes Mittel, um mögliche Lösungen schnell und einfach erfahrbar zu machen. Sie eignen sich besonders gut für erste Akzeptanztests, noch bevor viel Zeit und Geld in die Ausgestaltung eines User Interfaces fließt. Mögliche Verständnisprobleme des Nutzers werden direkt erkannt und neue Lösungen erarbeitet. Iteratives (mehrstufiges) Testen ist mit Hilfe von Papierprototypen besonders gut möglich.


Wireframes

Mit Wireframes zu arbeiten ist eine der schnellsten Methoden, neue Ideen für Bedienkonzepte zu entwickeln. Sie bilden zwar bereits eine konkrete Darstellung der Bedienoberfläche ab: Bereiche, Texte, Bilder sind in ihrer Größe und Relation zueinander bereits definiert. Wireframes enthalten jedoch noch keinerlei Farben. Dies macht den iterativen Konzeptionsprozess sehr schlank.

Wir konkretisieren Ihre Ideen

  • Alle gewünschten Funktionen sind als Elemente abgebildet und verortet
  • Haupt- und Subnavigation sind geklärt
  • Konsistente Design-Komponenten sind erstellt, die immer bei einer bestimmten Funktionalität eingesetzt werden (Interface Pattern)
  • Die Informationsarchitektur ist visualisiert

Da Wireframes statisch sind, eignen sie sich nicht dafür, interaktive Funktionen wie Dropdowns, Mouseover-Zustände oder Akkordeon-Menüs abzubilden. Hierfür sind Klickdummies das geeignete Werkzeug.


Klickdummies

Ein Klickdummy ist eine interaktive Simulation des Interfaces Ihrer Anwendung. Das Bedienkonzept einer Anwendung wird durch sie noch vor der Entwicklung erfahrbar. Ein Klickdummy ist noch ohne farbliche Gestaltung. Dies hat den Vorteil, dass verschiedene Konzepte besonders schnell erarbeitet werden können, ohne sich in Details zu verlieren. Mit Klickdummies ist es besonders einfach, grundlegend verschiedene Bedienkonzepte gegeneinander zu prüfen oder Varianten für neue Funktionen zu testen.

Konzepte erleben

Der Einsatz von Klickdummies ermöglicht es:

  • Wichtige Anwendungsszenarien (Use Cases), deren Funktionalitäten und Verortung noch vor der eigentlichen Entwicklung abzubilden und zu testen
  • Übergänge zwischen Informationen darzustellen
  • Die Logik der Bedienstruktur überprüfen und schnell Varianten zu entwickeln
  • Verständnisprobleme beim Nutzer aufspüren, durch Akzeptanztests und Usability-Tests, und diese Probleme binnen kurzer Zeit zu optimieren

Informationsarchitektur

Die Informationsarchitektur bildet den strukturellen Aufbau einer Anwendung ab. Dieser Aufbau richtet sich vordergründig nach den Bedürfnissen der Nutzer und bildet deren Logikverständnis ab.

Vorteile einer nutzerzentrierten Informationsarchitektur

  • Nutzer können sich schnell und einfach orientieren
  • Verwendete Menübegriffe und -struktur entsprechen der Erwartung der Nutzer
  • Effizienz und Effektivität wird durch bessere Bedienbarkeit gesteigert

Mit Hilfe eines Card Sortings wird eine geeignete Informationsarchitektur erarbeitet.


Zukunftsszenarien

Zukunftsszenarien kommunizieren den gewünschten Idealzustand eines Services. Dabei stehen Bedürfnisse und Wünsche der Nutzer im Vordergrund und noch nicht die konkrete Umsetzung.

Nutzerbedürfnisse kommunizieren - Perspektiven aufzeigen

Zukunftsszenarien erlauben es Visionen der idealtypischen Nutzung zu kommunizieren. Der Detaillierungsgrad ist relativ niedrig. Es geht vordergründig darum, Perspektiven für eine zukünftige Entwicklung aufzuzeigen.

Vorteil dieser Methode ist, dass unabhängig von limitierenden Faktoren wie bspw. technischer Realisierbarkeit, Lösungen für die Befriedigung der Nutzerbedürfnisse gefunden werden. Zukunftsszenarien ermöglichen es Unternehmen, neue innovative Lösungen zu erarbeiten und somit als Vordenker zu agieren.


Multi-Device-Konzepte

Inzwischen besitzen viele Menschen mehrere webfähige Devices mit denen sie gleiche Services nutzen. So wird beispielsweise der Buchungsvorgang eines Fluges am PC im Büro begonnen, später in der Bahn mit dem Smartphone fortgesetzt und zum Schluss mit dem Tablet auf dem Sofa beendet. Eine Service muss über all diese Devices hinweg funktionieren.

Vorteile von Multi-Device-Konzepten

  • Inhalte und Funktionen werden über verschiedene Devices hinweg durchdacht
  • Nahtloser Übergang bei der Nutzung verschiedener Devices
  • Höchstmögliche Flexibilität des Nutzers
  • Gleichbleibend hohe Qualität und Konsistenz in der Bereitstellung von Informationen
  • Ermöglicht die Zusammenarbeit und das gegenseitige Steuern von Geräten